Wie schaffe ich es, neue kreative Ideen zu entwickeln und diese Ideen zum Fliegen zu bringen? Eine Kreativ-Methodik, die euch bei der Ideen-Generierung unterstützt ist die Disney-Methode. Diese bietet sich ideal für eine konkrete Fragestellung an.

Beispiel Fragestellungen:

  1. Was können neue kreative Wege sein, wir wir den Wissens-Transfer im Unternehmen wirkungsvoll umsetzen können?
  2. Was sind neue Business-Modelle mit denen wir unseren wichtigen Kunden ABC einen Mehrwert liefern?
  3. Was sind unsere konkreten Traumkunden in naher Zukunft und womit begeistern wir sie?   

Die Disney-Methode beinhaltet drei Phasen:

  1. Träumer: Raum für Kreativität – Ideen „spinnen“, entwickeln
  2. Realist: Raum für die Entwicklung eines konkreten Planes, wie der Traum realisiert wird.
  3. Kritiker: Widerstände, Hindernisse erkennen und benennen und lösungsorientierter Umgang damit.

Hinweise zum Vorgehen:

Wir arbeiten gerne zum Beispiel mit einem dicken 9m Seil und legen dieses als Dreieck. Das ganze Team befindet sich dann gemeinsam in einer Phase und stellt sich auf eine Ecke vom Dreieck.

Phase Träumer: In der Phase des Träumers sind nur positive Ideen erlaubt. Begeisternde Ideen entstehen, wenn wir uns aktiv in der rechten Gehirnhälfte befinden (siehe Handlungssteuerungs-Modell). Wenn wir uns z.B. bewegen, spazieren gehen oder einen inspirierenden Raum nutzen, fällt es uns leichter. Der Kreativ-Muskel ist bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt und einigen fällt es schwerer in diesen Kreativprozess einzutauchen. Wirkungsvoll ist deshalb ein Moderator, der motiviert und darauf achtet, dass ausschließlich Träume (positive Ideen) genannt werden. Die Ideen werden z.B. reingerufen und die Person schreibt diese auf ein Post -It. In Zeiten von Corona unterstützt die Post-it-App den Prozess. Danach werden die Träume visualisiert und sind für alle Teilnehmer sichtbar. Zeitdauer: 5-60 Minuten.

Phase Realist: Die Aufgabe des Moderators ist es nun, dass die vielen kreativen Ansätze für alle sichtbar sind und im Ideal-Fall gibt es ein bis drei spannende neue Ansätze, die nun im zweiten Schritt konkret verfolgt werden. Der Auswahlprozess kann z.B. so gestaltet sein, dass die Ideen, die in engerer Auswahl sind, noch mal vorgestellt werden und es dann ein Voting gibt. Danach geht es darum konkret zu schauen, was die nächsten konkreten Schritte sein können, um die Idee umzusetzen. Entweder in Klein-Gruppen oder im ganzen Team. Wenn Ihr z.B. Zoom nutzt, können die Teilnehmer in verschiedenen Räumen sich miteinander austauschen oder natürlich präsent, wenn dies wieder möglich ist. Dann werden die Fahrpläne vorgestellt und der Moderator steuert den Diskussions-Prozess. Zeitdauer: Abhängig vom Projekt. Mindestens 30-60 Minuten für das BIG-Picture inklusive Vorstellung und Kurz-Disskussion.

Phase Kritiker: Es gilt zu erkennen, welche internen- und externen Widerstände euch erwarten. Wer hat etwas davon, dass der Projekt misslingt? Die sollten im zweiten Schritt auch visualisiert sein.

Mit der Methode könnt Ihr es schaffen, dass viele kreative neue Ideen entstehen & das sich jeder involviert fühlt.

Wie bringt Ihr Ideen zum Fliegen (zum Erfolg)? Häufig scheitern Ideen (Träume) oder werden nicht nachverfolgt.

Auswahl Erfolgsfaktoren:

  • Ein positives Zielbild ist entscheidend, welches alle Entscheider, Umsetzer in sich  positiv verankern.
  • Zeit-Ressourcen schaffen.
  • Die Selbst-Steuerungs-Muskeln der Umsetzer/ Entscheider stärken. Auswahl Themenfelder: Wie schaffen wir es mit ersten Hindernissen umzugehen? Wie kann die Handlungsenergie aufrecht bleiben? Wie können Ängste aufgelöst werden? (Selbst-Steuerungs-Muskeln sind aktiv trainierbar)
  • Klarheit über alle internen und externen Widerstände & Maßnahmen entwickeln.

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